Blog
Tipps, Bilder, Erfahrungsberichte rund um Garmisch-Partenkirchen

Kündigt sich der Frühling an?

Eine ganz wunderbare Woche liegt hinter Garmisch-Partenkirchen. Es war eine Woche mit Sonnenschein, blauem Himmel, dem Geräusch von tropfendem und abließendem Wasser und von Vogelgezwitscher überall. Kündigt sich hier in den Alpen der Frühling an? Es schaut ganz danach aus.

So sah es noch Anfang der Woche aus.

Winter in Garmisch-Partenkirchen

Täglich konnte man mit anschauen, wie der Schnee dahin schmolz. Überall nicht wirklich attraktive Schnee-Eis-Hügel, die noch tapfer gegen die Sonne und die recht hohen Temperaturen ankämpfen.

Einredende in Garmisch-Partenkirchen

Die Straßen sind allesamt schneefrei mittlerweile. Was auch gut so ist.

Winterende in Garmisch-Partenkirchen

Viele hier im Ort sagen: „Jetzt reichts aber auch mit dem Winter.“ Er war nicht wirklich lang, wenn ich an den genialen, sonnigen, fön-geprägten November zurück denke. Aber er war hart, sehr hart. Etliche Tage mit unter -20 Grad – das kommt auch hier nicht alle Tage vor. Autos die nicht anspringen, Heizungen die auf Hochtouren laufen, Skifahren kaum noch möglich, weil die Nase droht abzufrieren. Das ist dann auch vielen Einheimischen zu viel des Guten. Und so freut sich fast jeder hier auf den Frühling, der ganz offensichtlich Einzug hält.

In Garmisch im Winter

Für uns als Neu-Einwohner von Garmisch-Partenkirchen war das natürlich doppelt spannend. Der Winter ist hier, wie nicht anders zu erwarten, deutlich anders als in Berlin. Wobei uns die Kälte nicht wirklich Sorgen gemacht hat. Die kennen wir auch aus Berlin. Auch dort wurde es immer mal wieder sibirisch kalt. Aber hier gibt es deutlich mehr Schnee und Eis! Das Fahren auf den zum Teil nur spärlich geräumten Straßen war spannend. Ging aber auch problemlos. Hat teilweise sogar Spaß gemacht. Dankbar bin ich auch unserem Auto, dass jeden Morgen tapfer ansprang. Auch, als wir bei minus 25 Grad morgens um 6 Uhr Richtung Nürnberg zur Spielwarenmesse aufbrechen mussten. Kein Problem. Danke, Skoda!

Die hohe Feuchtigkeit hier im Tal ist ungewohnt. Die Häuser müssen mit dem vielen Wasser leben – und wir mit. Viel lüften, intelligent heizen. Das ist anders als in Berlin. Ich habe auch noch nie so viel Schnee geschoben wie die letzten Monate. Mein Rücken jammert noch leise vor sich hin. Auch das gehört dazu, zum Winter in Garmisch-Partenkirchen. Aber endlich konnte ich auch Skifahren wann ich wollte. Herrlich. Habe ich noch viel zu wenig gemacht, wenn ich zurück blicke auf die vergangenen Wochen.

Der Ort war insgesamt nur halb so voll, wie ich es erwartet hätte. Wo waren die vielen Touristen, die hier angeblich jeden Winter einfallen? Ich habe sie nur vereinzelt gesehen. Klar, in den bayrischen Februar-Ferien rund um Fasching war zum Teil die Hölle los am Hausberg. Aber ansonsten war es doch oft erschreckend ruhig für einen Tourismus-Ort. Muss das so sein? Vielleicht ist das ja normal. Das muss ich noch heraus finden.

Es war insgesamt ein spannender Winter, ein harter Winter. Aber keiner, der uns die Flucht ergreifen lässt. Man kann damit leben. Und wir werden auch die kommenden Jahre damit gut leben. Dessen bin ich mir sicher. Und wenn man dann im März mit viel blauem Himmel entschädigt wird, während der Rest des Landes unter einem grauen Schleier liegt, dann sage ich: Danke! Was für ein herrliches Fleckchen Erde.

Winter in Garmisch - in der Fußgänger-Zone

Ich verabschiede mich mit dem Sonnenuntergang von neulich. Bald gibt es hier in meinem Garmisch-Blog und auch auf Facebook & Co. spannende Neuigkeiten von mir (wenn alles glatt geht). Da ist etwas Tolles in Vorbereitung! Habt noch ein paar Tage Geduld.

Sonnenuntergang im Februar

Und jetzt wird wieder den Vögeln gelauscht und vielleicht ein Eisbecher gegessen. Hach – herrlich kann das Leben sein.

Kommentar schreiben




Creative CommonsAlle Fotos auf dieser Seite stehen unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung). Missbräuchliche Fremdnutzung wird von mir in Rechnung gestellt.

DUMDIDUM