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Karfreitag am Wank – Wanderung zur Gamshütte

Erster Tag in Garmisch-Partenkirchen unseres Oster-Urlaubs (der nur bedingt Urlaub ist, denn wir haben viel zu tun). Bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad. Ab in die Berge. Da meine Frau und mein Sohn die Gamshütte noch nicht kannten, beschloss ich diese einfache Tour mit dem grandiosen Ausblick auf Garmisch-Partenkirchen, die Alpspitze, Zugspitze und Kramer zu unternehmen. Von Partenkirchen bis zur Gamshütte sind es gerade einmal 60 Minuten. Auch mit Kindern. Locker zu schaffen also für jedermann.

Als Einstieg in den Wank kann man am besten St. Anton wählen. Dort ist auch ein wunderbarer Spielplatz, wo man mit den Kindern erst noch verweilen kann, wenn man mag. Dann führt der Weg rechts um den Wank herum. Man folgt dabei den Schildern Richtung Gschwandtnerbauer und Gamshütte, die man überall findet. Nachdem man anfangs noch durch die oberen Straßen von Partenkirchen läuft, – und dabei etliche verdammt schmucke, alte Häuser mit tollen Balkonen und wunderschönen Wandmalereien sieht – geht es bald auf dem Wanderweg hinein in die Natur.

Es geht durchaus steil bergan, wovon man sich aber nicht abschrecken lassen sollte. Denn den anfänglichen Steigungen folgen recht bald einfache Teilstücke, auf denen sich dann immer wieder grandiose Ausblicke vor allem auf die gegenüber liegende Alpspitze bieten.

Schnitzereien in Partenkirchen

Am Wank

Alpspitze Impressionen

Es stehen immer wieder Bänke bereit, auf denen man eine Pause einlegen und den Blick schweifen lassen kann. Bald geht es weiter durch ein Geröllfeld am Kesselgraben. Hier gab es 2004 einen nicht unerheblichen Erdrutscht, der auch jetzt noch gut zu sehen ist. Und der einem bewusst macht, wie anfällig unsere Natur ist und wie sorgsam wir mit ihr umgehen sollten.

Die Passage stellt aber keine Gefahr da und man ist schnell wieder im Wald. So nähert man sich unaufhörlich der Gamshütte. Immer mal wieder geht es bergan. Und es warten weitere Bänke auf die Wanderer. Doch schnell, für manchen viel zu schnell, hat man die Gamshütte am Wank erreicht. Und bleibt staunend, mit offenem Mund und hoffentlich offenen Augen stehen. Diese Aussicht…

Ausblick von der Gamshütte am Wank

Für mich gehört die Gamshütte zu den schönsten Fleckchen rund um Garmisch-Partenkirchen. Man sitzt auf der Terrasse in der Sonne. Und man schaut hinab auf den gesamten Ort. Jede Kirche kann man sehen. Man erkennt die Kriegergedächtniskapelle und die Martins-Hütte am Kramer. Man sucht und findet den Kurpark im Zentrum, kann die Kinder das Rathaus, den Bahnhof, die Eissporthalle entdecken lassen. Man bestellt eine Traubenschorle oder ein Weißbier. Und dazu Kaiserschmarrn, Kuchen oder eine Suppe. Und lässt die Beine und die Seele baumeln.

Da es Kindern oft schnell langweilig wird, können sie auf einem wunderbaren, eingezäunten Spielplatz 10 Meter hinter der Hütte in Ruhe spielen und toben, während man selbst weiter vor sich hindöst. Auch dafür werden viele die Gamshütte lieben.

Die Gamshütte am Wank

Kaiserschmarrn in der Gamshütte

Gletscher über Garmisch-Partenkirchen

Vor allem aber ist es der Ausblick. Hinüber zur Alpspitze, die majestätisch über dem Ort tront. Und gleich rechts daneben folgt auch schon das Zugspitzmassiv, was man von hier exzellent in all seinen Einzelheiten betrachten kann. Mit Muße und viel Sonne im Gesicht. Wenn man sich nicht unter einen der Schirme flüchtet.

Gamshütte ist Entspannung pur nach einer Wanderung, die für jeden zu bewältigen ist. Man kann rasten. Nur kurz oder auch stundenlang. Fotoapparate klicken, Kinder spielen ohne ihren Eltern nach einer Weile auf den Nerven zu trampeln. Man entdeckt Garmisch-Partenkirchen aus einer ganz anderen Perspektive. Der Blickwinkel verändert die Wahrnehmung. Alles wird viel kleiner, unbedeutender. Man selbst nimmt sich als Teil des ganzen wahr. Des Wunders Natur und wie wir darin versuchen unseren Platz zu finden.

Zugspitzmassiv

Wer mag, kann nun weiter wandern zum Gschwandtnerbauern. Dann liegen noch mal etliche Kilometer und etwa zwei Stunden entspanntes Wandern vor einem. Oder man biegt auf dem Weg Richtung Gschwandtner Richtung Partenkirchen ab und gelangt so auf einem anderen Weg als den des Aufstieges wieder hinab. Auch das dauert zirka eine Stunde.

Wir belohnten uns in Partenkirchen mit einem leckeren Eis in der Gelateria la Fragola in der Ludwigstraße. Ich habe diese Wanderung in mein Herz geschlossen. Weil die Gamshütte für mich einer dieser magischen Orte ist, an denen die Seele sich ausruhen und Eindrücke aufnehmen kann. Dies war ein wunderbarer Karfreitag über Garmisch-Partenkirchen. Mit Sonne, Aussichten und Natur. Hier noch ein paar weitere Impressionen im Bild.

gamshuette-03

Wandern am Wank

Einzelne Wolke über der Zugspitze

Geröll am Wank

Sprungschanze und Alpspitze Garmisch-Partenkirchen

Bis bald, in der Gamshütte. Oder irgendwo anders in bzw. rund um Garmisch-Partenkirchen.

Matias auf der Gamshuette

4 Kommentare


  1. Helga
    23.04.2011

    Ja, so kanns weitergehen! Eine schöne Wanderung habt Ihr gemacht und das Wetter ist ja eh zum Helden zeugen :-)
    Nur St. Johan am Wank, das kenn ich nicht – meist vielleicht den Anton?
    Steinreiche Grüße aus GAP
    Helga


  2. Matias Roskos
    23.04.2011

    Ach herrje. Bin ich mal wieder mit den Heiligen durcheinander gekommen. Danke, Helga! Werd ich gleich ändern.


  3. Gabi Nothdurft
    03.10.2011

    Hallo,
    Ich finde die Wanderung über Partenkirchen hoch zur Gamshütte auch mit eines der schönsten Wanderungen in Garmisch, auch wenn dieser Weg nicht so lange dauert. Des weiteren kann man diese Hütte nur erwandern, und es fährt keine Seilbahn dort hin. Das finde ich besonders gut, da man dort oben dann auch nicht die Massen findet. Ich hoffe, die Hütte gibt es noch sehr lange, sodass es für mich nicht das letzte Mal sein wird, dort die wunderbare Aussicht zu geniessen. Man wird einfach belohnt mit diesem fantastischen Blick. In 2 Wochen werde ich dort oben wieder hinwandern und freue mich schon riesig drauf. Ich hoffe das Wetter spielt noch gut mit. Danke.

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